Albert Janzen

Preisträger des Luxembourg Art Prize 2015

Die Vernissage der Ausstellung der Nominierten des Luxembourg Art Prize 2015 verzeichnete am Abend in der Galerie Hervé Lancelin ca. 1.300 Besucher!

Albert Janzen, Preisträger des Luxembourg Art Prize 2015

Albert Janzen ist 1989 in Sibirski in Russland geboren. Er ist 26 Jahre alt und lebt als deutscher Staatsbürger in Amsterdam in den Niederlanden. Die Künstler, die ihn inspirieren, sind Gerhard Richter, Cy Twombly, Zao Wou-Ki und Antonio Murado.

Er erhält ein Preisgeld von 10.000 € von der Galerie Hervé Lancelin, um seine Ausstellung 2016 in der Galerie zu finanzieren.

Ich untersuche die grundlegenden Aspekte der Bilder, das heißt ihre Linie. Die Linien sind die intuitivsten Mittel zur Wahrnehmung und zum Verstehen unserer Umwelt. Jedes Erkennen visueller Strukturen hängt vom Erkennen der Linien ab. Diese Abhängigkeit ist auf die absolute Einfachheit der Linien zurückzuführen. Sie sind so einfach, dass nichts ohne sie entworfen werden kann. Alles kann mit Linien aufgebaut werden, aber nichts baut die Linien auf. Die einzige Einheit unterhalb der Linie ist der Punkt. Dennoch sehe ich die Punkte, da sie wichtige Elemente meiner Zeichnungen sind, als ebenso wichtig an. Die extreme Einfachheit der Linie führt zu einer Art unabhängigen Ästhetik. Sie stellt keine Idee dar, da sie aus nichts anderem besteht als aus sich selbst. Um ihre ästhetische Macht zu entfalten, braucht die Linie ihr eigenes Bezugssystem. Ich zeichne die Linien nicht, um etwas aufzubauen, sondern einfach nur, um Linien zu zeichnen. Die Formen und Motive, die in meinen Zeichnungen erscheinen, sollen einzig und allein die Bewegungen der Linien zeigen. Derjenige, der meine Linien betrachtet, wird mit einer unabhängigen Einheit konfrontiert.

Albert Janzen

Ohne Titel, 2015. Fünf schwarze Filzstifte auf einer weißen Tafel (vergängliches Werk, das vor seiner Zerstörung fotografiert wurde). Druck auf Forex. Einzelstück. Ausgabe 1/1. 150 x 200 cm

Die Galerie Hervé Lancelin schenkte einen Betrag von 5.000€, welcher der Netto-Anmeldegebühr des Luxembourg Art Prize 2015 entsprach, als Kulturmäzen an das Casino Luxembourg – Forum d’Art Contemporain, um dieses bei der Finanzierung seines Umbaus anlässlich seines 20-jährigen Bestehens zu unterstützen. Kevin Muhlen, der Direktor des Casino Luxembourg, begrüßte diese Aktion der Galerie sehr.

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